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Girokonto kündigen: sicher wechseln und Fehler vermeiden

Ein Girokonto sollte erst gekündigt werden, wenn das neue Konto zuverlässig läuft. Sonst drohen geplatzte Lastschriften, fehlende Gehaltseingänge oder unnötige Gebühren.

Wann sollte man ein Girokonto kündigen?

Eine Kündigung ist sinnvoll, wenn das Konto zu teuer ist, wichtige Funktionen fehlen, Bargeldversorgung schlecht ist oder ein anderes Konto besser passt. Vorher sollte das neue Konto eröffnet und getestet sein.

Wichtig ist: Die Kündigung beendet nicht automatisch alle Zahlungsverpflichtungen. Zahlungspartner müssen separat informiert werden.

Checkliste vor der Kündigung

Neues Konto aktiv

IBAN, Online-Banking und Karten funktionieren.

Gehalt umgestellt

Arbeitgeber oder Zahlungseingänge nutzen die neue IBAN.

Lastschriften geprüft

Auch jährliche Versicherungen und Abos berücksichtigen.

Daueraufträge übertragen

Im neuen Konto einrichten, im alten später löschen.

Kündigung richtig einreichen

Viele Banken akzeptieren eine schriftliche Kündigung, manche bieten Online-Formulare oder Kündigungsfunktionen im Online-Banking. In die Kündigung gehören Name, alte IBAN, gewünschter Kündigungstermin und ein Referenzkonto für Restguthaben.

Karten, Kreditkarten, Depots, Tagesgeld oder Kredite können getrennte Verträge sein. Diese sollten vorab geprüft werden.

Typische Fehler vermeiden

Das häufigste Problem ist eine zu schnelle Schließung. Dann können Lastschriften zurückgehen, Zahlungen ins Leere laufen oder Mahnungen entstehen. Besonders seltene Abbuchungen aus den letzten 12 bis 13 Monaten sollte man prüfen.

Auch offene Kartenumsätze, Dispo-Salden oder Gebühren müssen ausgeglichen sein, bevor das Konto endgültig geschlossen wird.

Vor der Kündigung: diese Punkte müssen erledigt sein

Ein Girokonto sollte erst gekündigt werden, wenn das neue Konto zuverlässig funktioniert. Dazu gehören eingerichtetes Onlinebanking, aktive Karten, ausreichendes Guthaben und alle wichtigen Zahlungspartner. Besonders kritisch sind Miete, Versicherungen, Strom, Mobilfunk, Kreditraten, Abos und Arbeitgeber. Wenn nur eine wichtige Lastschrift auf das alte Konto läuft, kann eine zu frühe Kündigung Rücklastschriften und Mahnkosten auslösen.

Prüfe zusätzlich, ob noch offene Kartenzahlungen, vorgemerkte Umsätze, Schecks, Daueraufträge oder Gebühren auf dem alten Konto ausstehen. Bei einem Dispo muss der Saldo ausgeglichen sein. Ist das Konto im Minus, kann die Bank die Kündigung praktisch erst nach Ausgleich vollständig abwickeln.

Kündigung oder Kontowechselservice?

Viele Banken bieten einen Kontowechselservice an. Dieser kann Zahlungspartner informieren und Lastschriften übertragen. Trotzdem solltest du die Liste selbst kontrollieren. Nicht jeder Zahlungspartner reagiert sofort, und manche Abbuchungen erfolgen nur einmal im Jahr. Eine manuelle Prüfung der Kontoauszüge der letzten zwölf Monate ist deshalb sinnvoll.

Erst neues Konto testen

Karten, App, Überweisungen und Geldeingang prüfen.

Zahlungspartner umstellen

Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen, Abos und Behörden informieren.

Altes Konto beobachten

Mindestens einige Wochen parallel laufen lassen.

Schriftlich kündigen

IBAN für Restguthaben angeben und Bestätigung aufbewahren.

Nach der Kündigung: Kontrolle nicht vergessen

Nach der Kontokündigung solltest du die Bestätigung der Bank aufbewahren und prüfen, ob das Restguthaben angekommen ist. Sinnvoll ist außerdem eine Liste aller umgestellten Zahlungspartner. Manche Abbuchungen tauchen nur quartalsweise oder jährlich auf, etwa Versicherungen, Vereinsbeiträge, Steuerzahlungen oder bestimmte Abos. Deshalb ist eine kurze Nachkontrolle mehrere Wochen nach dem Wechsel sinnvoll.

Wenn doch noch eine Zahlung auf das alte Konto laufen sollte, kontaktiere den Zahlungspartner sofort und hinterlege die neue IBAN. Bei Rücklastschriften solltest du nicht nur die offene Rechnung begleichen, sondern auch die Bankverbindung dauerhaft korrigieren. So vermeidest du wiederholte Fehlbuchungen.

Interne Orientierung

Für die nächste Entscheidung helfen besonders der Girokonto Vergleich, der Ratgeber Kontogebühren vergleichen und die Übersicht Kostenloses Girokonto finden. Wenn ein Wechsel infrage kommt, ist der Leitfaden Girokonto wechseln der passende nächste Schritt.

Häufige Fragen

Kann ich mein Girokonto jederzeit kündigen?

Oft ist eine Kündigung kurzfristig möglich, genaue Bedingungen stehen aber im Vertrag und Preisverzeichnis der Bank.

Was passiert mit Restguthaben?

Das Restguthaben sollte auf ein angegebenes Referenzkonto überwiesen werden.

Sollte ich den Kontowechselservice nutzen?

Er kann helfen, ersetzt aber nicht die eigene Kontrolle aller Zahlungspartner und Daueraufträge.

Weiterführende Ratgeber

Girokonto-Ratgeber im Überblick

Diese zentralen Seiten helfen dir, Konten, Gebühren und Wechsel sauber einzuordnen.

Zum Girokonto Vergleich

Altes Konto nicht zu früh schließen

Lasse altes und neues Konto eine Übergangszeit parallel laufen, bis Gehalt, Lastschriften, Daueraufträge und Karten sauber umgestellt sind.

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Hinweis: Diese Seite bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Konditionen, Gebühren und Annahmekriterien können sich ändern.

Behalte das alte Konto nach Möglichkeit noch für einen kurzen Übergangszeitraum im Blick. Wenn keine Buchungen mehr eingehen und alle Zahlungspartner umgestellt sind, kannst du die Kündigung endgültig abschließen. Prüfe auch, ob Kontoauszüge, Steuerunterlagen oder Nachweise noch benötigt werden. Viele Banken stellen Unterlagen nach Kontoauflösung nur eingeschränkt oder gegen Gebühr bereit. Lade deshalb wichtige Auszüge vorher herunter und speichere sie geordnet ab.